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Regentropfen fallen langsam

von Ingrid Kloser, Piper Verlag „Prosa vom Feinsten.“ sagt Monika Helfer (eine meiner Lieblingsautorinnen) über dieses zarte, sensible Buch. Wie wahr! Die junge Nina, angehende Sängerin verliert plötzlich ihre Stimme. Sie bricht ihr Gesangsstudium panisch ab. Etwas stimmt ganz und garnicht, irgendetwas fehlt. Nicht nur die Stimme? Aber was? Ohne das Wissen ihres Bruders, der sie finanziert reist sie heimlich nach Wien und nimmt bei der unkonventionellen Gesangslehrerin Eva Unterricht. Diese

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Das stumme Rauschen der Wellen bei Nacht

von Juliane Heinemann, Rütten & Loenning/Aufbau-Verlag  275 bewegende Seiten nehmen uns mit in weit auseinanderliegende Naturkatastrophen der Nordsee: die Marcellusflut im 14. Jahrhundert und den Jahrhundertwinter 1978. Im Mittelpunkt dieser Katastrophen stehen die junge, durch ein Trauma verstummte, Lefke und dann die hochsensible Mieke, Ornithologie-Studentin. Ihrer beider Leben liegen zeitlich weit auseinander und doch kreuzen sich Gemeinsamkeiten. Da ist die Verbundenheit zur Heimat, Marschland und Watt, ebenso die Suche nach

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Bambino

von Marco Balzano, Diogenes In einem Interview sagt Marco Balzano zu seinem neuen Buch: In meinen bisherigen Romanen habe ich die Ereignisse immer aus der Perspektive der Opfer geschildert. Aus der Perspektive eines faschistischen Mitläufers zu schreiben bedeutet, dass ich mich in die Gedankenwelt eines Menschen hineinversetze, der auf der falschen Seite steht, historisch betrachtet. Ich wollte herausfinden, ob es möglich ist, auch für einen Menschen, der Böses tut, Mitgefühl und

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Wir sehen uns im August

von Gabriel Garcia Márquez, Kiepenheuer & Witsch Dieses Buch taugt nichts. Es muss vernichtet werden! So urteilte der berühmte Gabriel Garcia Márquez (Hundert Jahre Einsamkeit) über dieses Werk (die erste Fassung schrieb er bereits 1990 und nahm die Arbeit über Jahre immer wieder auf) kurz vor seinem Tod 2014, bereits beeinträchtigt durch seine Demenz. Gegen den Willen ihres Vaters haben seine Söhne das Buch 2024 doch veröffentlicht. In der Hoffnung, dass

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Vielleicht ist die Liebe so

von Katja Früh, Diogenes Verlag „Der Termin ist am 18. Februar um vier. Schreib dir das ein“, sagte meine Mutter und schlürfte genüsslich ihre Won Ton Suppe. Ich bin froh, dass mein Psychiater mir ein Viertelchen Valium zu nehmen erlaubt hat, wenn ich meine Mutter treffe. Für ihn gehört sie ganz oben auf die Hitliste der Tausenden von Müttern, über die in seiner Praxis geredet wird. Da sitzt sie nun

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Wenn ich eine Wolke wäre

von Volker Weidemann, Kiepenheuer & Witsch “Wie viel Liebe hat Mascha Kaléko uns hinterlassen. Wieviel Schönheit und Trost. So lange hat sie Wunder beschworen und auf Wunder gehofft, bis sie alle aufgebraucht waren. Die größten aber sind erst nach ihrem Tod geschehen. Dieser unglaubliche und nicht abreißende Erfolg ihrer Gedichte.“ (Zitat) Ach, Mascha Kaléko, was hätte man ihr gewünscht, dies noch zu erleben. Besonders in der Zeit, als sie 1955

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Die Unbußfertigen

von Elina Penner, Aufbau Verlag Haimlik, die „App der Stunde“ lädt zehn Personen in ein altes Herrenhaus ein. Drei weibliche Influencerinnen und sieben Männer im Kommentarbereich. Alle sind der digitalen Welt verfallen. Natascha vermarktet ihren prächtigen Hintern, Amy das „glückliche“ Familienleben und Jutta wertet ihr langweiliges Leben mit esoterischen, halbseidenen Weisheiten auf. Alle drei glänzen im obersten Follower-Ranking. Die Männer tummeln sich im Bereich Hasskommentare und treiben damit insbesonders weibliche

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Zwischen uns liegt August

von Fikri Anil Altintas, H.C. Beck Verlag  Mürüvet, die Mutter unseres Autors Anil ist todkrank. Ihr hat er diesen Roman gewidmet. Lebensgeschichte, Abschied und viel Trauer über „Nicht-Nachzuholendes“ ist hier großes Thema. Zwei Zeitebenen wechseln sich ab. Einerseits eine Zeitreise in die politisch unruhige Türkei Anfang der 70ger Jahre. In die Jugend Mürüvets, die von einer Zukunft als Flugbegleiterin träumt. Und dann dem unfreiwilligen Wechsel nach Deutschland, wohin das junge

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Blinde Geister

von Lina Schwenk, H.C. Beck Verlag  „Als die ganze Familie zum ersten Mal unten blieb, war Olivia noch ein Baby. Ihre Schwester Martha hielt es für ein Riesenabenteuer…während ihr Vater eine Liste von Dingen machte, die fehlten“. Der zweite Weltkrieg ist über 15 Jahre vorbei, es herrscht Frieden. Die Angst „dass die Russen kommen“ von Vater Karl und Mutter Rita bleibet aber unverarbeitet und präsent. Karl richtet den Keller ein.

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Von hier aus weiter

von Susann Pásztor, Kiwi-Verlag Nein, so war es ist nicht ausgemacht! Nach 30 Jahren Ehe hatte Marlenes Mann Rolf die Diagnose Krebs bekommen und sie waren sich einig: selbstbestimmt aus dem Leben zu gehen, bevor es qualvoll wird. Gemeinsam, wohlgemerkt. Und dann? Ja, und dann ist es schiefgelaufen, zumindest für Marlene. Rolf ist nicht mehr aufgewacht, wohl aber sie. Nun steht sie da, voll Wut, einsam, perspektivlos. Ohne Fähigkeit zu

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